Eine Billion Dollar
Hätte einer unserer Urahnen vor 500 Jahren ein paar Florin angelegt, könnten wir heute dank Zins und Zinseszins ein immenses Vermögen einstreichen. Für John Fontanelli, den armen Schustersohn aus New York, wird dieser Traum Wirklichkeit: Am 23. April 1995 erfährt er, dass sein Vorfahre Giacomo Fontanelli ihm, dem derzeit jüngsten Fontanelli-Spross, über Eine Billion Dollar (= 1.000 Milliarden!) hinterlassen hat. Gestern fuhr John noch Pizza aus, heute ist er reicher als die zweihundert reichsten Menschen der Welt zusammen.
Doch die Sache hat einen Haken. In seinem Testament berichtet Giacomo Fontanelli von einer Vision, nach der sein Erbe den Menschen ihre verlorene Zukunft zurückgeben soll. Für John eine drückende Verantwortung: Er, ein Ex-Pizzalieferant, als Retter der Menschheit? Da meldet sich ein mysteriöser Fremder und behauptet zu wissen, wie die Prophezeiung erfüllt werden kann.
Ein genialer Plot, schwäbisch gründliche Recherche plus grundsolide Schreibe. Der Stuttgarter Autor Andreas Eschbach arbeitete über fünf Jahre an dem Mammutwerk, las sich durch nahezu alle Standardwerke der Ökologie, Volkswirtschaft, Bevölkerungspolitik und Zukunftsforschung und sorgte dafür, dass selbst Details wie die New Yorker Wetterlage am 23. April 1995 stimmen. Entstanden ist ein Thriller, der nicht nur unterhält, sondern auch schlauer macht. Die darin enthaltenen Visionen und Lösungsmöglichkeiten finde ich auch interessant.
Andreas Eschbach, Eine Billion Dollar
Broschiert, 734 Seiten, Lübbe, 2003, 6.Aufl., ISBN: 3404150406
Erhältlich in unserem Amazon-Partnershop




