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Eine sehr gute Hilfe, Ziele konsequent zu verfolgen und schließlich auch zu erreichen, ist das ZiPlAkKo-Prinzip *).

Zi (Ziele): Definieren Sie Ihre Ziele und formulieren Sie sie schriftlich (siehe auch Newsletter Nr. 15).

Pl (Planen): Planen Sie gegebenenfalls kleine, überschaubare Zwischenetappen. Dadurch erzielen Sie Zwischenerfolge, die Sie für den weiteren Weg beflügeln.

Ak (Aktion): Arbeiten Sie an der Realisierung wichtiger Ziele regelmäßig und in möglichst kurzen Abständen.

Ko (Kontrolle): Kontrollieren Sie den Erfolg und arbeiten Sie so lange an Ihrem Problemlösungsansatz, bis das Ziel erreicht ist. Nehmen Sie sich am besten regelmäßig Zeit zur Reflexion. Achtung, bei Misserfolg Strategiewechsel: Wenn die Umsetzung einer Strategie nicht den gewünschten Erfolg hat, liegt dies häufig nicht am Willen und an der Energie, die man eingesetzt hat. Eine größere Menge von der gleichen, untauglichen Medizin hilft selten weiter. Überdenken Sie lieber Ihre Methoden und Strategien.

So! Damit kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen, oder? Wenn Sie Fragen oder Bedenken haben, sollten Sie unsere Redaktionssprechstunde nutzen.

Im EduLetter Nr. 14 habe ich zwei Studien zitiert, die belegen, welchen Effekt klare Zielvorstellungen haben. Eine erhebliche Bedeutung wird dabei im allgemeinen der schriftlichen Fixierung beigemessen. Die Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Ziel ist dadurch intensiver und es ist auch leichter, das Ziel einer kritischen Prüfung zu unterziehen.

Probieren Sie es doch einmal aus. Notieren Sie Ihr aktuell wichtigstes Ziel in einem vollständigen Satz und überprüfen Sie anschließend, ob die gewählte Formulierung den nötigen Anforderungen entspricht.

Kurzcheck anhand der 3-M-Methode:

M wie machbar: Ist das gewählte Ziel realistisch? Können Sie es mit eigenen Mitteln erreichen? M wie messbar: Leicht messbar sind alle Dinge, die sich in Zahlen ausdrücken lassen (z.B. Körpergewicht, Monatseinkommen, Häufigkeit von Sport oder fernsehfreien Abenden, Anzahl der unbearbeiteten E-Mails usw.). Aber auch, wenn die "Messung" nicht so einfach ist, sollten Sie überlegen, woran Sie eindeutig erkennen, wenn Sie Fortschritte gemacht bzw. ein Ziel erreicht haben. M wie motivierend: Wenn Sie sich ein Ziel konkret vorstellen können, ist es auch möglich, dass Sie gedanklich den Zustand vorweg nehmen, wie es sein wird, wenn Sie das Ziel erreicht haben. Diese Gedanken sollten Sie emotional auf Trab bringen. Wenn Sie dagegen eher ein "ja wäre ganz nett, aber im Grunde bringt es nicht viel" verspüren, ist es sehr fraglich, ob Sie die nötige Energie haben, das Ziel entschlossen umzusetzen. Motivierender sind normalerweise auch positive Formulierungen, das heißt, schreiben Sie möglichst nicht das, was Sie vermeiden, sondern das, was Sie erreichen wollen.

Beispiele für wohlformulierte Ziele:

Beispiel 1: Ich werde zum 01.03.2014 in meine neue 3-Zimmer-Wohnung am Stadtrand ziehen.

Beispiel 2: Ich werde spätestens am 31.03.2012 eine Zusatzausbildung als ... abschließen.

Beispiel 3: Ich erstelle bis Ende des Jahres eine neue Ablagestruktur, die gewährleistet, dass ich jedes Schriftstück innerhalb von 30 Sekunden finde.

Probieren Sie einmal, Ihre wichtigsten Ziele auszuformulieren. Sie werden feststellen, dass es gar nicht so einfach ist. Manchmal passiert es auch, dass sich beim Ringen um eine konkrete Formulierung herauskristallisiert, dass es im Grunde um etwas ganz anderes geht als das, was man als Ziel angesehen hat.

Viel Spaß beim Formulieren und viele neue Erkenntnisse wünscht Ihnen Ihr Josef Maiwald

Immer mittags ist es gar keine besondere Kunst, ein kleiner Einstein zu sein. Albert Einstein war nämlich ein überzeugtes Mittagsschläfer - übrigens ebenso wie viele andere erfolgreiche und produktive Menschen wie beispielsweise Johann Wolfgang von Goethe, Leonardo da Vinci, Thomas Mann, Winston Churchill, Konrad Adenauer, Margret Thatcher und Bill Clinton.

Das Nickerchen zur Mittagszeit entspricht unserem natürlichen Bedürfnis und unserer inneren Uhr. Dies belegen auch immer wieder eindrucksvoll Statistiken und wissenschaftliche Studien:

Am frühen Nachmittag passieren mehr Verkehrs- und Arbeitsunfälle als zu anderen Zeiten.

Ein NASA-Experiment ergab: Ein Mittagsschläfchen steigert die Reaktionsschnelligkeit um 16 Prozent und verringert die Aufmerksamkeitsausfälle um 34 Prozent.

Eine andere Untersuchung der NASA, in der man herausfinden wollte, wie die teuere Zeit der Astronauten im Weltall optimal genutzt werden kann, kam zum Ergebnis, dass eine Siesta die beste Lösung ist - und nicht etwa Kaffee oder andere Aufputschmittel.

In allen arbeitswissenschaftlichen Untersuchen kommt man zum Resultat: Nach einem Nickerchen reagieren die Versuchspersonen schneller, arbeiten aufmerksamer und konzentrierter und sind besser gelaunt als Kollegen ohne Mittagsschlaf.

 

Ein Schläfchen zur rechten Zeit ist also keine verlorene Zeit, sondern bringt Energie für den Rest des Tages. Was aber tun, wenn man nicht bei einem fortschrittlichen Arbeitgeber beschäftigt ist, der eine Ruhepause billigt oder gar in Form von Ruheräumen, ergonomischen Bürostühlen oder Isomatten unterstützt?

Hier einige Tipps:

Die Mittagsmahlzeit sollte leicht, kohlenhydratreich und fettarm sein. 10 bis 30 Minuten Schlaf oder Entspannung sind optimal. Eine längere Zeitspanne ist ungünstig, da man sonst nur schwer wieder auf Touren kommt. Vor dem Schlaf können Sie eine Tasse Kaffee trinken. Da das Koffein erst nach etwa 30 Minuten wirkt, stört es nicht beim Einschlafen, hilft aber anschließend den Kreislauf wieder in Schwung zu bekommen. Das Schlafplätzchen: Winston Churchill mochte keine halben Sachen. Deshalb empfahl er, die Kleider auszuziehen und sich ins Bett zu legen. Ersatzweise können Sie einen Ruheraum nutzen, eine Parkbank um die Ecke oder - wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind - Ihr Auto. Auch kann man trainieren, direkt am Schreibtisch auf den Armen zu ruhen. Echte Meisterschläfer schaffen es sogar, im so genannten "Kutschersitz" auf der Toilette einzunicken. Also, mit etwas Phantasie finden auch Sie ein geeignetes Plätzchen. Alternativ zum Schlaf eignen sich auch Entspannungsmethoden (autogenes Training, progressive Muskelentspannung, Yoga usw.) dem körperlichen Bedürfnis nach Ruhe entgegenzukommen, um anschließend wieder fit und leistungsfähig zu sein. Falls Sie sich kritischen Blicken ausgesetzt fühlen, können Sie Ihre rückständigen Mitmenschen aufklären, dass Sie gar kein Schläfchen machen, sondern "Powernap" und dass es nach den USA, Kanada und Japan jetzt auch im verschlafenen Deutschland groß im Kommen ist.

Auch wenn wir nicht alles können, was Einstein und Co. konnten oder können - das mit dem Schlaf bekommen wir hin, oder?

EduLetter Zeit-Gewinn - bisherige Ausgaben

 

Viele Menschen haben Scheu, sich während der Arbeitszeit eine kurze Entspannungspause zu gönnen. Es kommt einfach nicht gut an, untätig herumzusitzen oder gar irgendwelche Übungen zu machen. Untersuchungen zeigen aber, dass gezielte Pausen das Arbeiten nicht nur angenehmer machen, sondern dass man unterm Strich auch mehr leistet.

Wichtig ist, dass Sie sich rechtzeitig entspannen, also noch bevor Sie eine Erschöpfung spüren. Probieren Sie es einfach einmal einen Tag lang aus und entspannen Sie sich spätestens nach einer Stunde in irgendeiner Weise.

Einige Möglichkeiten, die auch gar nicht unbedingt auffallen, sind beispielsweise:

Verrichten Sie eine ohnehin nötige Routinearbeit (Kopie, Fax abschicken, einen Vorgang an eine Kollegin oder einen Kollegen weitergeben usw.) bewusst langsam und versuchen Sie, für ein paar Augenblicke innerlich ruhig zu werden. Holen Sie sich etwas zu trinken und genießen Sie die ersten Schlucke ganz bewusst. Schließen Sie einen Vorgang ab, streichen Sie die Notiz mit Genuss von Ihrer To-Do-Liste und überlegen Sie in Ruhe, was Sie als nächstes anpacken wollen. Schauen Sie eine Weile aus dem Fenster und überlegen Sie, welchen Weg Sie für Ihren Abendspaziergang wählen wollen. usw., usw.

Was fällt Ihnen ein, was Sie beruhigt und was gut in Ihren Tagesablauf passt?

Überprüfen Sie am Abend, ob Sie an diesem Tag tatsächlich weniger geleistet haben und wie Sie sich fühlen.

Einige weitere Anregungen, wie Sie sich gezielt entspannen können, werden wir Ihnen in nachfolgenden EduLettern geben.

EduLetter Zeit-Gewinn - bisherige Ausgaben

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