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Burnout in der IT

Die Relevanz von Burnout

Eine Reihe von Suiziden bei France Telekom, aufsehenerregende Todesfälle, sowie viele Studien rücken die Gesundheitssituation der Arbeitswelt ins Rampenlicht. Eine Studie des Instituts Arbeit und Technik (IAT) in Gelsenkirchen zeigt die problematischen Arbeitsverhältnisse in der IT-Branche auf und erklärt damit die hohen Zahlen des Burnout in einer solch jungen Arbeitsbranche. Die Studie belegt, dass rund 40 Prozent der IT-Fachkräfte trotz abwechslungsreicher Arbeit und Top-Bezahlung, an den typischen Burnout-Symptomen leiden.

Unter dem Begriff Burnout versteht man den ständigen Prozess des Aufzehrens der physischen und psychischen Reserven, als auch das Gefühl durch die Arbeit erschöpft, ausgebrannt und ausgelaugt zu sein.

Charakteristische Frühindikatoren für das Burnout-Syndrom sind übermäßige Müdigkeit, Schlafstörungen sowie Energielosigkeit, Magenbeschwerden, Demoralisierung, eine erhöhte Dünnhäutigkeit, Zynismus und Gleichgültigkeit.

Ursachen in der IT

Gründe, die die IT-Fachkräfte an ihre Grenze bringen oder sogar bis zu einem Zusammenbruch führen können, sind physische, seelische und gesellschaftliche Überforderung, zeitliche Überlastung, andauernd Arbeitsverdichtung und dauerhafte Konfliktsituationen.

Zur physischen, seelischen und gesellschaftlichen Überforderung gehören ein kaum vorhandenes Privatleben, falsche Arbeitsweisen, fehlende Überprüfung der eigenen Arbeit. Hinzu kommt das Problem, dass Aufsteiger in neue Posten, oft eine unzureichende oder überhaupt keine Einweisung in die neuen Arbeitsgebiete bekommen und Probleme mit der Rollenfindung haben.

Die zeitliche Überlastung wird durch lange Arbeitszeiten,Zeitdruck und dem Zwang der permanenten Verfügbarkeit ausgeübt.

Die andauernde Arbeitsverdichtung  ist vor allem ein Problem der mobilen IT-Berater, die meist Vermittler zwischen Unternehmen und Privatleuten sind und so von zwei Seiten bombardiert werden oder deshalb viel reisen müssen. Besonders gefährdet sind auch IT-Manager, die parallel an mehreren Projekten arbeiten, da hier Druck entsteht, durch die Überschneidung von Terminen und somit eine individuelle Koordination erforderlich ist.

Dauerhafte Konfliktsituationen sind  Personalabbau und damit die Angst um den Arbeitsplatz, kontinuierliche Neuerungen, erhöhte Leistungsanforderungen, Wandel der betrieblichen Sozialordnungen, Paradoxien neuer Managementkonzepte sowie der Zerfall der Einigkeit und mangelnde Fairness am Arbeitsplatz. Außerdem verlieren sie den Expertenstatus, durch eine andauernde Standardisierung von Produkten und Prozessen der Softwareentwicklung. Somit befinden sich die IT-Fachleute stetig im  einem "System der permanenten Bewährung“.

Maßnahme zur Vorbeugung

Um dem Burnout bei ersten Anzeichen entgegen zu wirken ist das Wichtigste, dass der Arbeitnehmer einen physischen und psychischen Ausgleich schafft, indem er während des Arbeitstages einmal das Büro verlässt, regelmäßige, kurze Pausen macht, Puffer im Terminkalender einplant und "private Inseln" schafft, die arbeitsfrei bleiben. Außerdem ist es wichtig sich auf eine Arbeit zu konzentrieren, nämlich die, die höchste Priorität hat, denn man kann immer nur eine Sache nach der anderen erledigen und es ist unmöglich jedem zu entsprechen. Ein große Hilfe sind auch Gespräche mit Familie, Freunden und Kollegen; im Zweifelsfall sogar mit einem Arzt. Allerdings helfen die individuellen Anstrengungen nichts, wenn die Voraussetzungen im Betrieb nicht passen.

Daher ist es genauso wichtig, dass Firmen mithelfen dem Burnout-Syndrom vorzubeugen, indem sie fest geregelte Arbeits- und Pausenzeiten einführen, eine intakte innerbetriebliche Verständigung gewährleisten, um Schwachstellen im Arbeitsprozess, erschwerende und entspannende Faktoren festzustellen, eine angemessene Arbeitsplatzgestaltung anbieten, Information zu Führungsgrundsätzen, zur Kommunikationsgestaltung und zum Umgang mit Veränderungen am Arbeitsplatz herausgeben, mehr Unterstützung durch Führungskräfte sicherstellen, die Chance für Arbeitnehmer Fristen und Arbeitsmenge zu beeinflussen und dass Urlaube  im selben Jahr genommen werden. Konkret könnten Firmen zum Beispiel Vorsorgeuntersuchungen oder Sportprogramme anbieten, um so eine wirksame Work-Life-Balancezu garantieren.

Früherkennung

Arbeiter in leitenden Positionen sollten daher zum Beispiel erhöhte Krankheitszeiten als Frühwarnsignal verstehen und entsprechende Erneuerungen einführen. Wenn keine konkreten Ideen bestehen, wie das Arbeitsklima verbessert werden kann, besteht die Möglichkeit, sich Hilfe bei externe Experten zu holen, zum Beispiel bei Wirtschafts- und Arbeitspsychotherapeuten, Arbeitspsychologen usw., oder sich Arbeitspapiere aus dem Internet holen. Diese Arbeitspapiere gibt es zum Beispiel für die IT-Branche vom  Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung (RISP) an der Universität Duisburg-Essen, welche Strategien für einen präventiven Gesundheitsschutz in der IT enthalten.

Wenn das Burnout-Syndrom einmal diagnostiziert wird, hat das schwerwiegende Folgen für Arbeitnehmer, als auch für die Firmen. Für das Unternehmen bedeutet dies  einen Arbeitsausfall von Minimum 4 Wochen, meist aber 6 - 12 Monate. Dies bedeutet für das Unternehmen enorme Kosten. Außerdem steht für Schlüsselpositionen oft  kein Ersatz zur Verfügung.

Doch auch für den Betroffenen bringt diese Diagnose, unter Anderem gesellschaftspolitische Probleme durch den langen Arbeitsausfall mit sich. Zudem ist eine Psychotherapie und oftmals begleitend eine medikamentöse Behandlung nötig. Im schlimmsten Fall können sogar organisches Leiden vorliegen.

Wird Burnout nicht erkannt, führt dies zu Depressionen und kann im Selbstmord enden.

Auch Pausen wollen geplant sein

Der positive Effekt von Pausen wurde in vielen Studien untersucht. Auf die wichtigsten Fragen und natürlich auch Antworten gehe ich im Folgenden kurz ein:

Verliere ich durch Pausen nicht unnötig Zeit?

Bei nahezu allen Arbeiten lassen Tempo, Konzentration und damit die Arbeitsleistung relativ schnell nach. Unter anderem deshalb dauern die „Stunden“ in der Schule nur 45 Minuten. Bei konzentrierter Denkarbeit wird auch für Erwachsene empfohlen, nach 45 Minuten zu pausieren. Aber auch bei Routinearbeit im Büro sollten Sie spätestens nach 70 Minuten einen „Break“ einlegen und sich kurz ent-spannen.

Durch gezielt Pausen können Sie Ihre Konzentration verbessern – vermeintlich verlorene Zeit holen Sie schnell wieder auf.

Warum sollte ich Pausen explizit planen?

Wenn Sie sich erst dann eine Pause gönnen, wenn Sie merken, dass Sie es nötig haben, ist es eigentlich schon zu spät. Die Leistungsfähigkeit ist schon stark abgesunken. Sie haben also schon ein Weile gearbeitet in der Sie mehr Energie als nötig aufwenden mussten, in der das Fehler- und ggf. Unfallrisiko erhöht war usw. Auch der positive Erholungseffekt ist bei einer späten Pause nicht mehr so ausgeprägt.

Was ist die optimale Pausenlänge?

Der Erholungseffekt ist zu Beginn einer Pause am größten und lässt dann langsam nach. Daher ist es besser, im Laufe eines Tages 4 mal 15 Minuten zu pausieren als 1 mal eine Stunde. Aber auch noch kürzere Pausen von maximal einer Minute können sehr hilfreich sein. Lassen Sie den Blick einmal in die Weite schweifen oder Atmen Sie tief durch. Überprüfen Sie dabei Ihren "Arbeitsmodus". Arbeiten Sie sprunghaft und hektisch oder konzentriert und zielorientiert?

 

Wie kann ich die Pause gestalten, um den größten Erholungseffekt zu erzielen?

Nehmen Sie den Begriff „ent-spannen“ wörtlich und machen Sie etwas, was einen Ausgleich zu Ihrer Arbeit schafft. Für sitzende Tätigkeiten im Büro ist das: stehen Sie auf, machen Sie einen kurzen Spaziergang und ggf. Gymnastikübungen, Dehn- und Stretchübungen; lassen Sie Ihren Blick in die Weite schweifen.

 

Hier noch einmal eine Liste der positiven Effekte:

- Konzentration und Leistungsfähigkeit werden hoch gehalten

- Die Gefahr von Fehlern und Unfällen wird reduziert.

- In Pausen wird Ihnen eher bewusst, dass das eben gezeigte Arbeitsverhalten ggf. nicht optimal zielführend war: zu sprunghaft, zu hektisch, gereizt usw.

- Sie bemerken psychischen Stress und körperliche Spannungen und können durch Entspannung und Dehnung frühzeitig entgegenwirken.

Essen gegen Stress

 

Das wohl bekannteste Mittel gegen Stress, Gereiztheit und Unzufriedenheit sind Süßigkeiten und vor allem Schokolade. Da gibt es den Griff in die Süßigkeitenschublade nachdem der Chef mit der Arbeit nicht zufrieden war, ein Kollege eine wichtige Vorarbeit nicht fertig bringt, das Telefon ununterbrochen klingelt und man eigentlich in einer halben Stunde nach Hause gehen wollte. Doch Schokolade oder Süßes befriedigt uns nur über einen sehr kurzen Zeitraum. Also was können wir tun, um unseren Stress dauerhaft mit Hilfe von Essen unter Kontrolle zu bringen?

Um uns aktiv und wohl zu fühlen, brauchen wir vor allem die Vitamine B1, B2, B6, B12 und Vitamin C sowie die Stoffe  und Magnesium.

Mit am wichtigsten in der Ernährung sind die Kohlenhydrate. Sie sollten mit ca. 2/3 den Hauptanteil der Nahrung einnehmen. Kohlenhydrate fördern Serotonin sowie Glykogen, welches wichtig für den Blutzucker ist. Aus diesem ziehen wiederum die Hirnzellen ihre Energie. Fehlt dieser Treibstoff, lassen die Aufmerksamkeit, Konzentration, Reaktionszeit und Assoziationsfähigkeit schnell nach. Daher ist es wichtig das Hirn kontinuierlich mit kohlenhydrathaltigen Snacks, wie Joghurt mit frischem Obst, zu versorgen.

Auch Äpfel sind ein „entstressender“ Snack zwischendurch. Sie enthalten Vitamin C und Kalium, welches auch für bessere Nerven und gute Laune sorgt. Alternativ sind Paprikaschoten, Zitrusfrüchte oder Kiwis, auch sie enthalten viel Vitamin C.

Für die harten Zeiten ist immer eine handvoll Nüsse zu empfehlen. Egal ob Mandeln, Pistazien, Erd- oder Walnüsse, sie alle enthalten Vitamin B, welches die Stresshormone hemmt. Viel Vitamin B enthalten auch Joghurt, Eier, Pilze, Produkte aus Vollkorn und Sonnenblumenkernen.

Sonnenblumenkerne, Hülsenfrüchte, Weizenkeime, Dörrobst, Bierhefe, Spinat, Brokkoli, Avocado und Bananen enthalten außerdem viel Magnesium, das auch als Anti-Stress Mineral bekannt ist.Zudem tragen Bananen und Haferflocken zur Produktion von Melatonin (= Schlafhormon) bei, denn auch ein  ruhiger Schlaf ist wichtig für den Stressabbau.

Der größte Feind der Stresshormone sind die Omega-3-Fettsäuren. Sie können die Ausschüttung von Cortisol und Adrenalin bremsen. Enthalten sind diese Fette reichlich in Lachs, Hering, Makrele oder Thunfisch. Thunfisch füllt auch noch die Phosphorspeicher des Körpers, was ein Langzeitschutz vor Depressionen ist. Eine Alternative zum regelmäßigen Fischessen sind Fischölkapseln (in der Apotheke erhältlich).

Grüne Blätter fördern B-Vitamine und damit die Produktion von den Wohlfühlhormonen (Serotonin, Dopamin, Noradrenalin); das Molkeprotein regt die Serotoninherstellung an und eine Avocado kann durch ihren hohen Fettgehalt auch die Nerven beruhigen. Wenn einen nun doch ab und an die Süßigkeitensucht überfällt, der sollen Sie lieber zur dunklen Schokolade greifen, denn diese macht schneller satt und die Polyphenole im Kakao haben eine schützende Wirkung für die Blutgefäße. Um dem Stress entgegen zu wirken ist auch frische Luft, ausreichend Wasser und bewusstes Essen nötig.

 Stress kann nicht nur zu kleinen Sünden wie dem Griff zur Süßigkeit führen, sondern auch eine Fehlernährung hervorrufen.

Ute Liebhard

Ute Liebhard, Heilpädagogin, Lach- und Entspannungstrainerin/- therapeutin Ich war langjährige Mitarbeiterin als Heilpädagogin und Leiterin einer Frühförderstelle. Ich biete Seminare und Workshops rund um das Thema Lachen, Humor, Stressprävention und Entspannungstechniken an. Meine Maxime ist es Lachen und Heiterkeit, ein „Eindenken“ in eingeschliffene Verhaltensmuster und Denkweisen, anzuregen, um den eigenen Alltag und das Leben mit mehr Gelassenheit und Heiterkeit zu leben. Ich weiß, dass jeder eigenverantwortlich für sein Leben ist und es selbst in der Hand hat, dieses zu gestalten. Ich motiviere, das Leben mit mehr Freude zu genießen. Ein wichtiger Leitgedanke ist die Prävention. Einmal angerichteter Schaden ist viel mühseliger zu beheben, als sich rechtzeitig mit der eigenen Gesundheit und dem Wohlbefinden zu befassen. Teilnehmer sagen über mich: „Durch ihr offenes, natürliches und freundliches Wesen schafft sie es, dass jeder motiviert mitzieht.“ Weitere Infos unter www.lachtrainer.de

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An dieser Stelle haben wir für Sie Tipps zur Entspannung zusammengestellt vom Schlaf bis zur gezielten Entspannung mit Entspannungsmethoden.

Aktueller Schwerpunkt: Entspannung

Mut zur Entspannung (Eduletter Nr. 40)

Wie man sich bettet ... Tipps, wie Sie das richtige Bett für sich finden

Mittags ein kleiner Einstein (Eduletter Nr. 25)

Progressive Muskelentspannung

Floating - eine außergewöhnliche Art der Entspannung

 

  

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Tags: Entspannung

Immer mittags ist es gar keine besondere Kunst, ein kleiner Einstein zu sein. Albert Einstein war nämlich ein überzeugtes Mittagsschläfer - übrigens ebenso wie viele andere erfolgreiche und produktive Menschen wie beispielsweise Johann Wolfgang von Goethe, Leonardo da Vinci, Thomas Mann, Winston Churchill, Konrad Adenauer, Margret Thatcher und Bill Clinton.

Das Nickerchen zur Mittagszeit entspricht unserem natürlichen Bedürfnis und unserer inneren Uhr. Dies belegen auch immer wieder eindrucksvoll Statistiken und wissenschaftliche Studien:

Am frühen Nachmittag passieren mehr Verkehrs- und Arbeitsunfälle als zu anderen Zeiten.

Ein NASA-Experiment ergab: Ein Mittagsschläfchen steigert die Reaktionsschnelligkeit um 16 Prozent und verringert die Aufmerksamkeitsausfälle um 34 Prozent.

Eine andere Untersuchung der NASA, in der man herausfinden wollte, wie die teuere Zeit der Astronauten im Weltall optimal genutzt werden kann, kam zum Ergebnis, dass eine Siesta die beste Lösung ist - und nicht etwa Kaffee oder andere Aufputschmittel.

In allen arbeitswissenschaftlichen Untersuchen kommt man zum Resultat: Nach einem Nickerchen reagieren die Versuchspersonen schneller, arbeiten aufmerksamer und konzentrierter und sind besser gelaunt als Kollegen ohne Mittagsschlaf.

 

Ein Schläfchen zur rechten Zeit ist also keine verlorene Zeit, sondern bringt Energie für den Rest des Tages. Was aber tun, wenn man nicht bei einem fortschrittlichen Arbeitgeber beschäftigt ist, der eine Ruhepause billigt oder gar in Form von Ruheräumen, ergonomischen Bürostühlen oder Isomatten unterstützt?

Hier einige Tipps:

Die Mittagsmahlzeit sollte leicht, kohlenhydratreich und fettarm sein. 10 bis 30 Minuten Schlaf oder Entspannung sind optimal. Eine längere Zeitspanne ist ungünstig, da man sonst nur schwer wieder auf Touren kommt. Vor dem Schlaf können Sie eine Tasse Kaffee trinken. Da das Koffein erst nach etwa 30 Minuten wirkt, stört es nicht beim Einschlafen, hilft aber anschließend den Kreislauf wieder in Schwung zu bekommen. Das Schlafplätzchen: Winston Churchill mochte keine halben Sachen. Deshalb empfahl er, die Kleider auszuziehen und sich ins Bett zu legen. Ersatzweise können Sie einen Ruheraum nutzen, eine Parkbank um die Ecke oder - wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind - Ihr Auto. Auch kann man trainieren, direkt am Schreibtisch auf den Armen zu ruhen. Echte Meisterschläfer schaffen es sogar, im so genannten "Kutschersitz" auf der Toilette einzunicken. Also, mit etwas Phantasie finden auch Sie ein geeignetes Plätzchen. Alternativ zum Schlaf eignen sich auch Entspannungsmethoden (autogenes Training, progressive Muskelentspannung, Yoga usw.) dem körperlichen Bedürfnis nach Ruhe entgegenzukommen, um anschließend wieder fit und leistungsfähig zu sein. Falls Sie sich kritischen Blicken ausgesetzt fühlen, können Sie Ihre rückständigen Mitmenschen aufklären, dass Sie gar kein Schläfchen machen, sondern "Powernap" und dass es nach den USA, Kanada und Japan jetzt auch im verschlafenen Deutschland groß im Kommen ist.

Auch wenn wir nicht alles können, was Einstein und Co. konnten oder können - das mit dem Schlaf bekommen wir hin, oder?

EduLetter Zeit-Gewinn - bisherige Ausgaben

 

SmarterLife - Zehn Säulen für ein erfolg-reiches Leben

Das Buch zu SmarterLife ist nicht nur eine Lektüre zum "Verschlingen" sondern bietet jede Menge Checklisten, Übungen und Methoden, wie man sich das Leben einfacher und smarter gestalten kann. Die vielen positiven Reaktionen, die jetzt schon zu dem Buch vorliegen, freuen die Autoren besonders, wissen sie doch, dass sich die Schreiberei gelohnt hat. Auf der Buchrückseite gibt es eine kurze Vorschau über Ziele und Inhalte des Buches: Lassen Sie sich anstiften, in ein „neues Leben“ aufzubrechen – ein Leben, das von Tag zu Tag smarter wird. Smart bedeutet schlau, gewandt, pfiffig.

Das Leben smarter zu gestalten, heißt beispielsweise, aus den momentanen Gegebenheiten das Beste zu machen. Dies kann Ihnen dadurch gelingen, indem Sie SmartVerderbern wie Trägheit oder Formalismus das Handwerk legen.

10 Säulen für ein erfolg-reiches Leben:

Floating - eine außerordentliche Möglichkeit der Entspannung

Es war einer dieser trüben, nasskalten Tage, an denen man am liebsten in den Süden entfliehen will. Da machte ich mich kurz entschlossen auf nach Ozeanien. Ozeanien ist eine Wohlfühloase mit karibischen Ambiente und liegt im Herzen von Holzkirchen, Oberbayern.

Als Vorbehandlung gab es eine 15-minütige, audiovisuelle Entspannungssitzung. In einer bequemen Liege ließ ich mich von angenehmer Musik aus dem Kopfhörer berieseln. Zusätzlich erhielt ich Lichtimpulse aus einer speziellen Brille. Die Kombination von Musik und Lichtreizen beeinflusst die Gehirnströme und führt - wie Untersuchungen belegen - zu einer tiefen Entspannung, Stressreduktion und verbesserter Lernfähigkeit. Während andere mir schon von der wohltuenden Wirkung berichtet hatten, fand ich die Lichtreize anfangs ein wenig unangenehm. Langsam kam ich dann aber mit den Lichtreizen besser zurecht und stellte mir vor, diese Lichtreize würden meine Augen massieren. Auch  wenn diese Vorbehandlung nicht durchgängig ein Genuss war, fühlte ich mich am Ende sehr wohl, in einem positiven wachen Entspannungszustand.

Somit war ich also gut vorbereitet auf die Hauptattraktion Ozeaniens, das Floatarium (to float bedeutet schweben, schwimmen). Das Floatarium ist ein circa 2,5 auf 2,5 Meter großes Salzwasserbecken. Die Salzkonzentration ist hoch genug, dass man - ähnlich wie im toten Meer - ohne jegliche Bewegung vom Wasser getragen wird. Den Boden, der nur 27 cm unter der Wasseroberfläche ist, berührt man dabei nicht. Wasser- und Lufttemperatur betragen 34,5 Grad, was der Hauttemperatur im entspannten Zustand entspricht. Der Raum ist zudem von Geräuschen abgeschirmt und als Lichtquelle gibt es einen künstlichen Sternenhimmel, den man als geübter "Floater" aber ausschaltet. Für den Körper gibt es somit im Floatarium keine Wärme, keine Kälte, keinen Druck einer Unterlage, keine Geräusche, kein Licht. Es gibt von außen praktisch nichts, auf das er reagieren müsste. Er kann sich also komplett entspannen und auf die internen Regerationsprozesse konzentrieren.

Nach einer schönen, warmen Dusche stieg ich also ins Floatarium, machte die Türe zu und war alleine im angenehm warmen Wasser. Da ich mich im Wasser generell wohl fühle, schaltete ich auch schnell Unterwasser-Musik und Licht aus. Das Liegen im und auf dem Wasser ist herrlich, noch viel schöner als in der Badewanne, wo das Wasser anfangs zu warm ist und dann schnell kalt wird. Ich versuchte zu erahnen wo am Körper der Übergang zwischen Wasser und Luft ist. Außer an den Wangen spürte ich es aber nicht. Ich schwebte einfach irgendwo, wie schwerelos. Zu meiner Verwunderung merkte ich nach einiger Zeit, dass ich meinen Kopf viel zu weit nach oben streckte und damit meinen ohnehin verspannten Nacken noch weiter strapazierte. Also tauchte ich meinen Kopf ein wenig tiefer ins Wasser und versuchte, auch die letzten Muskelanspannungen zu ent-spannen. Das gelang recht gut und so konnte ich ein wenig experimentieren: ich versuchte zu erahnen, wo im Becken ich schwebte. Auch stellte ich mir vor, dass ich mich um meine eigene Achse drehe oder um meinen Schwerpunkt rotiere. Und plötzlich war ich weg, weg in einer traumlosen, ganz tiefen Entspannung. Ohne eine Vorstellung darüber, wie lange ich so tief entspannt war, wurde ich langsam wieder munter, als sanfte Musik an mein Ohr drang.

Wieder beim Duschen empfand ich, dass sich die Haut glatter anfühlte als sonst. Noch etwa eine Woche nach dem Floaten konnte ich übrigens in dieser Hinsicht mit dem glatten Kinderpopo meines Sohnes fast konkurrieren. Anders als nach einer Stunde Schlaf war ich nach dem Floaten und Duschen schnell wieder völlig wach. Allerdings hatte ich in den darauf folgenden Tagen ein erhöhtes Schlafbedürfnis, das vermutlich auf die angeregten Regenerationsprozesse zurückzuführen war.

Fazit: Gerade Menschen, die Wasser mögen, werden das Floating sehr genießen. Womöglich erfordert es anfangs ein wenig Überwindung, sich auf etwas Ungewohntes einzulassen. Wem dies gelingt, für den ist das Floating wahrscheinlich die effektivste Möglichkeit, zu einer sehr tiefen Entspannung zu kommen.

Einige wissenschaftlich belegte Effekte in Kurzform:

Es gibt mittlerweile 50 Jahre Erfahrung und wissenschaftliche Forschung zum Floating. Als Erfinder und Entwickler gilt der bekannte amerikanische Gehirn- und Delphinforscher Prof. Dr. med. John C. Lilly. Er fand heraus, dass die Abschirmung von Außenreizen ("sensorische Deprivation") zu einer Tiefenentspannung führt, die wiederum eine ganze Reihe von positiven Effekten mit sich bringt. Seine und auch andere Studien berichten z.B. von:

 

·   Abbau von Stresshormonen und erhöhte, lang anhaltende Stressresistenz

 

·   Lösung von Muskelverspannungen

 

·   Verbesserung von Hautproblemen

 

·   Natürliche Entschlackung und Gewichtsreduktion

 

·   Steigerung der Konzentrationsfähigkeit und Lernleistung

 

·   Regulierung des Blutdrucks schon nach einer Anwendung spürbar

 

·   Stärkung der Abwehrkräfte und Beschleunigung der Selbstheilungsprozesse    besonders nach Sportverletzungen, Brüchen, Operationen etc.

 

·   Linderung von Schmerzen bei Bandscheibenvorfällen, Gelenkbeschwerden, Rheuma,   Zerrungen und Verstauchungen, Ischias, Hexenschuss

 

·   Behebung von Schlafstörungen, Nervosität, Platzangst; Überwindung von Blockaden,    Ängsten, Depressionen, Traumata möglich

 

·   Unterstützung bei Meditation, Autogenem Training und Superlearning

 

·   Steigerung des Wohlbefindens durch Produktion von Glückshormonen

Das Floating kann ich sehr empfehlen für alle Stressgeplagten, sportlich Aktive, Künstler, Manager, Schwangere und alle, die sich zwischendurch etwas Gutes gönnen wollen. Manche behaupten, eine Stunde Floating sei im Erholungseffekt vergleichbar wie eine Woche Urlaub.

Noch Fragen? Schreiben Sie mir gerne, wenn Sie noch Fagen haben, z.B. zur Hygiene, zur Erlernbarkeit von Entspannung usw. Ich werde versuchen, Sie zu beantworten oder an Experten weiterzugeben (redaktion@smarterlife.de).  

Bildnachweis: A. Dürmaier, Ozeanien GmbH

 

Wenn Sie Ihre Fähigkeit, schnell zu entspannen steigern wollen, empfehle ich Ihnen die Progressive Muskelentspannung nach Edmund Jacobson. Ähnlich wie beim Autogenen Training ist zwar anfangs eine regelmäßige Übung erforderlich; dies fällt aber relativ leicht, da sich schon bald erste Erfolge einstellen.

Übung als Download: ProgressiveMuskelentspannung.pdf

 

Viele Menschen haben Scheu, sich während der Arbeitszeit eine kurze Entspannungspause zu gönnen. Es kommt einfach nicht gut an, untätig herumzusitzen oder gar irgendwelche Übungen zu machen. Untersuchungen zeigen aber, dass gezielte Pausen das Arbeiten nicht nur angenehmer machen, sondern dass man unterm Strich auch mehr leistet.

Wichtig ist, dass Sie sich rechtzeitig entspannen, also noch bevor Sie eine Erschöpfung spüren. Probieren Sie es einfach einmal einen Tag lang aus und entspannen Sie sich spätestens nach einer Stunde in irgendeiner Weise.

Einige Möglichkeiten, die auch gar nicht unbedingt auffallen, sind beispielsweise:

Verrichten Sie eine ohnehin nötige Routinearbeit (Kopie, Fax abschicken, einen Vorgang an eine Kollegin oder einen Kollegen weitergeben usw.) bewusst langsam und versuchen Sie, für ein paar Augenblicke innerlich ruhig zu werden. Holen Sie sich etwas zu trinken und genießen Sie die ersten Schlucke ganz bewusst. Schließen Sie einen Vorgang ab, streichen Sie die Notiz mit Genuss von Ihrer To-Do-Liste und überlegen Sie in Ruhe, was Sie als nächstes anpacken wollen. Schauen Sie eine Weile aus dem Fenster und überlegen Sie, welchen Weg Sie für Ihren Abendspaziergang wählen wollen. usw., usw.

Was fällt Ihnen ein, was Sie beruhigt und was gut in Ihren Tagesablauf passt?

Überprüfen Sie am Abend, ob Sie an diesem Tag tatsächlich weniger geleistet haben und wie Sie sich fühlen.

Einige weitere Anregungen, wie Sie sich gezielt entspannen können, werden wir Ihnen in nachfolgenden EduLettern geben.

EduLetter Zeit-Gewinn - bisherige Ausgaben

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