Was ist Selbstmanagement?
Selbstmanagement betreibt jeder. So wie wir im täglichen Leben ständig mit anderen Menschen kommunizieren, so managen wir uns auch ständig selbst – die einen geschickt und elegant, die anderen weniger. Die Überlegung zu welcher Gruppe Sie gehören und ob Sie Potenzial zur Optimierung haben, ist auch schon Teil eines umfassenden und ganzheitlichen Selbstmanagements. Folgende Aspekte gehören ebenso dazu:
Selbstreflexion und persönliche Entwicklung: Viele Menschen begnügen sich damit, über die Dinge zu klagen, die stören. Der Schlüssel für die Lösung der meisten Probleme liegt jedoch auch in der Änderung der eigenen Verhaltensweisen und Gewohnheiten. Weitere Anregungen finden Sie in den Abschnitten „Wo stehen Sie im Moment?“ und „Machen Sie aus Anregungen nachhaltige Veränderungen“.Visionen und Ziele: Wenn Sie wissen, was Ihnen wichtig ist, was Ihnen etwas wert ist, können Sie Ihre Energie besser bündeln. Je klarer Sie Ihre Ziele formulieren können, desto einfacher wird es Ihnen fallen, Prioritäten zu setzen.
Effektivität: Wie schon der Titel „Zeit-Gewinn“ verrät, drehen sich wesentliche Aspekte um die Steigerung der persönlichen Effektivität. Hier nahezu das Optimum zu erreichen, ist aus zweierlei Gründen wichtig: je effektiver Sie sind, desto eher sind Sie im Wirtschaftsleben konkurrenzfähig. Und je schneller Sie das „Pflichtprogramm“ absolvieren, desto mehr Freiraum bleibt für Kreativität, Soziales, Sport und Regeneration.
Balance: Die Balance – ob Work-Life-Balance, die Balance zwischen Beruf und Privatleben oder das Abwägen von kurzfristigem und längerfristigem Nutzen– ist ein sehr wichtiger Aspekt des Selbstmanagements. Oft geht es weniger darum, zu entscheiden, was richtig bzw. falsch oder wichtig bzw. unwichtig ist. Die wahre Kunst besteht darin, den vielen wichtigen und sinnvollen Dingen ein ausreichendes Gewicht zu geben.
Übrigens, Sie können es auch so sehen. Es gibt maximal vier „Mächte“, die Ihr Leben bestimmen:
1) Selbstmanagement: Alles was wir selbst beeinflussen können und wollen ist Teil unseres Selbstmanagements: Was strebe ich an? Welche persönlichen und materiellen Voraussetzungen muss ich dafür schaffen? Wie gehe ich mit bestimmten Situationen um? Wenn wir darüber nachdenken, können wir wesentlich mehr beeinflussen, als wir uns im Normalfall bewusst machen. Eigentlich gibt es nur die folgenden Ausnahmen.
2) Fremdbestimmung: Die Tatsache, dass wir in Deutschland deutsch sprechen, dass wir im Straßenverkehr rechts fahren und dass wir bei einer roten Ampel anhalten, ist fremdbestimmt. Auf die Gesetzgebung haben wir keinen direkten Einfluss. Ähnliches gilt bei Regeln und Bedingungen, die unserer Arbeit- oder Auftraggeber aufstellen.
Große soziale Strukturen sind davon abhängig, dass Vieles sich als selbstverständlich einspielt.
3) Naturgesetze, Schicksal, Fügung: Naturgewalten sollten Sie besser akzeptieren. Gegen Windmühlen zu kämpfen oder gegen den Strom zu schwimmen ist so anstrengend, dass die Mühe nur in Ausnahmefällen lohnt. Allerdings sagen schlaue Segler auch: Es kommt nicht darauf an, wie die Winde wehen, sondern wie wir die Segel setzen.
4) Zufall: Als Zufall bezeichnen wir das Eintreten unvorhergesehener und unbeabsichtigter Ereignisse, bei welchen keine Ursache und keine Gesetzmäßigkeit erkennbar sind. Viele Menschen bestreiten, dass es Zufälle gibt. Sie sind davon überzeugt, dass ihnen die Zufälle aus ganz bestimmten Gründen „zu-fallen“. Wie auch immer: Zufälle können Sie nicht planen – aber Sie können die Resultate nutzen, wenn Sie für Sie günstig sind.
Selbstreflexion:
Was in Ihrem Leben (Ereignisse, Erfolge, Misserfolge, materieller Besitz usw.) schreiben Sie spontan Ihrem Selbstmanagement zu? Was ist/war Fremdbestimmung, was Schicksal und was Zufall?
Zu welchen Aspekten, die Sie zunächst 2) bis 4) zugeschrieben haben, gehört nicht auch eine gehörige Portion Selbstmanagement? Denken Sie dabei auch an das Ende der ehemaligen DDR („Wir sind das Volk“) oder an mutige Aussteiger. Welche Dinge in Ihrem Leben, könnten Sie von heute auf morgen ändern, wenn Sie sich die nötige Autonomie zugestehen würden?




