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Entspannung

Auch Pausen wollen geplant sein

Der positive Effekt von Pausen wurde in vielen Studien untersucht. Auf die wichtigsten Fragen und natürlich auch Antworten gehe ich im Folgenden kurz ein:

Verliere ich durch Pausen nicht unnötig Zeit?Quelle: pixelio.de, Harald Wanetschka

Bei nahezu allen Arbeiten lassen Tempo, Konzentration und damit die Arbeitsleistung relativ schnell nach. Unter anderem deshalb dauern die „Stunden“ in der Schule nur 45 Minuten. Bei konzentrierter Denkarbeit wird auch für Erwachsene empfohlen, nach 45 Minuten zu pausieren. Aber auch bei Routinearbeit im Büro sollten Sie spätestens nach 70 Minuten einen „Break“ einlegen und sich kurz ent-spannen.

Durch gezielt Pausen können Sie Ihre Konzentration verbessern – vermeintlich verlorene Zeit holen Sie schnell wieder auf.

Warum sollte ich Pausen explizit planen?

Wenn Sie sich erst dann eine Pause gönnen, wenn Sie merken, dass Sie es nötig haben, ist es eigentlich schon zu spät. Die Quelle: pixelio.de, BerwisLeistungsfähigkeit ist schon stark abgesunken. Sie haben also schon ein Weile gearbeitet in der Sie mehr Energie als nötig aufwenden mussten, in der das Fehler- und ggf. Unfallrisiko erhöht war usw. Auch der positive Erholungseffekt ist bei einer späten Pause nicht mehr so ausgeprägt.

Was ist die optimale Pausenlänge?

Der Erholungseffekt ist zu Beginn einer Pause am größten und lässt dann langsam nach. Daher ist es besser, im Laufe eines Tages 4 mal 15 Minuten zu pausieren als 1 mal eine Stunde. Aber auch noch kürzere Pausen von maximal einer Minute können sehr hilfreich sein. Lassen Sie den Blick einmal in die Weite schweifen oder Atmen Sie tief durch. Überprüfen Sie dabei Ihren "Arbeitsmodus". Arbeiten Sie sprunghaft und hektisch oder konzentriert und zielorientiert?

 

Wie kann ich die Pause gestalten, um den größten Erholungseffekt zu erzielen?

Nehmen Sie den Begriff „ent-spannen“ wörtlich und machen Sie etwas, was einen Ausgleich zu Ihrer Arbeit schafft. Für sitzende Tätigkeiten im Büro ist das: stehen Sie auf, machen Sie einen kurzen Spaziergang und ggf. Gymnastikübungen, Dehn- und Stretchübungen; lassen Sie Ihren Blick in die Weite schweifen.Quelle: pixelio.de, Rainer Sturm

 

Hier noch einmal eine Liste der positiven Effekte:

- Konzentration und Leistungsfähigkeit werden hoch gehalten

- Die Gefahr von Fehlern und Unfällen wird reduziert.

- In Pausen wird Ihnen eher bewusst, dass das eben gezeigte Arbeitsverhalten ggf. nicht optimal zielführend war: zu sprunghaft, zu hektisch, gereizt usw.

- Sie bemerken psychischen Stress und körperliche Spannungen und können durch Entspannung und Dehnung frühzeitig entgegenwirken.

 

Schwerpunkt: Entspannung

EntspannungAn dieser Stelle haben wir für Sie Tipps zur Entspannung zusammengestellt vom Schlaf bis zur gezielten Entspannung mit Entspannungsmethoden.

Aktueller Schwerpunkt: Entspannung

Mut zur Entspannung (Eduletter Nr. 40)

Wie man sich bettet ...
Tipps, wie Sie das richtige Bett für sich finden

Mittags ein kleiner Einstein (Eduletter Nr. 25)

Progressive Muskelentspannung

Floating - eine außergewöhnliche Art der Entspannung

 

  

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Tags: Entspannung
 

Mittags ein kleiner Einstein (EduLetter Nr. 25)

Immer mittags ist es gar keine besondere Kunst, ein kleiner Einstein zu sein. Albert Einstein war nämlich ein überzeugtes Mittagsschläfer - übrigens ebenso wie viele andere erfolgreiche und produktive Menschen wie beispielsweise Johann Wolfgang von Goethe, Leonardo da Vinci, Thomas Mann, Winston Churchill, Konrad Adenauer, Margret Thatcher und Bill Clinton.

Das Nickerchen zur Mittagszeit entspricht unserem natürlichen Bedürfnis und unserer inneren Uhr. Dies belegen auch immer wieder eindrucksvoll Statistiken und wissenschaftliche Studien:

Am frühen Nachmittag passieren mehr Verkehrs- und Arbeitsunfälle als zu anderen Zeiten.

Ein NASA-Experiment ergab: Ein Mittagsschläfchen steigert die Reaktionsschnelligkeit um 16 Prozent und verringert die Aufmerksamkeitsausfälle um 34 Prozent.

Eine andere Untersuchung der NASA, in der man herausfinden wollte, wie die teuere Zeit der Astronauten im Weltall optimal genutzt werden kann, kam zum Ergebnis, dass eine Siesta die beste Lösung ist - und nicht etwa Kaffee oder andere Aufputschmittel.

In allen arbeitswissenschaftlichen Untersuchen kommt man zum Resultat: Nach einem Nickerchen reagieren die Versuchspersonen schneller, arbeiten aufmerksamer und konzentrierter und sind besser gelaunt als Kollegen ohne Mittagsschlaf.

 

Ein Schläfchen zur rechten Zeit ist also keine verlorene Zeit, sondern bringt Energie für den Rest des Tages. Was aber tun, wenn man nicht bei einem fortschrittlichen Arbeitgeber beschäftigt ist, der eine Ruhepause billigt oder gar in Form von Ruheräumen, ergonomischen Bürostühlen oder Isomatten unterstützt?

Hier einige Tipps:

    • Die Mittagsmahlzeit sollte leicht, kohlenhydratreich und fettarm sein.
    • 10 bis 30 Minuten Schlaf oder Entspannung sind optimal. Eine längere Zeitspanne ist ungünstig, da man sonst nur schwer wieder auf Touren kommt.
    • Vor dem Schlaf können Sie eine Tasse Kaffee trinken. Da das Koffein erst nach etwa 30 Minuten wirkt, stört es nicht beim Einschlafen, hilft aber anschließend den Kreislauf wieder in Schwung zu bekommen.
    • Das Schlafplätzchen: Winston Churchill mochte keine halben Sachen. Deshalb empfahl er, die Kleider auszuziehen und sich ins Bett zu legen. Ersatzweise können Sie einen Ruheraum nutzen, eine Parkbank um die Ecke oder - wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind - Ihr Auto. Auch kann man trainieren, direkt am Schreibtisch auf den Armen zu ruhen. Echte Meisterschläfer schaffen es sogar, im so genannten "Kutschersitz" auf der Toilette einzunicken. Also, mit etwas Phantasie finden auch Sie ein geeignetes Plätzchen.
    • Alternativ zum Schlaf eignen sich auch Entspannungsmethoden (autogenes Training, progressive Muskelentspannung, Yoga usw.) dem körperlichen Bedürfnis nach Ruhe entgegenzukommen, um anschließend wieder fit und leistungsfähig zu sein.
    • Falls Sie sich kritischen Blicken ausgesetzt fühlen, können Sie Ihre rückständigen Mitmenschen aufklären, dass Sie gar kein Schläfchen machen, sondern "Powernap" und dass es nach den USA, Kanada und Japan jetzt auch im verschlafenen Deutschland groß im Kommen ist.

Auch wenn wir nicht alles können, was Einstein und Co. konnten oder können - das mit dem Schlaf bekommen wir hin, oder?



EduLetter Zeit-Gewinn - bisherige Ausgaben

 

 

Floating - eine außerordentliche Möglichkeit der Entspannung

altEs war einer dieser trüben, nasskalten Tage, an denen man am liebsten in den Süden entfliehen will. Da machte ich mich kurz entschlossen auf nach Ozeanien. Ozeanien ist eine Wohlfühloase mit karibischen Ambiente und liegt im Herzen von Holzkirchen, Oberbayern.

Als Vorbehandlung gab es eine 15-minütige, audiovisuelle Entspannungssitzung. In einer bequemen Liege ließ ich mich von angenehmer Musik aus dem Kopfhörer berieseln. Zusätzlich erhielt ich Lichtimpulse aus einer speziellen Brille. Die Kombination von Musik und Lichtreizen beeinflusst die Gehirnströme und führt - wie Untersuchungen belegen - zu einer tiefen Entspannung, Stressreduktion und verbesserter Lernfähigkeit. Während andere mir schon von der wohltuenden Wirkung berichtet hatten, fand ich die Lichtreize anfangs ein wenig unangenehm. Langsam kam ich dann aber mit den Lichtreizen besser zurecht und stellte mir vor, diese Lichtreize würden meine Augen massieren. Auch  wenn diese Vorbehandlung nicht durchgängig ein Genuss war, fühlte ich mich am Ende sehr wohl, in einem positiven wachen Entspannungszustand.

Somit war ich also gut vorbereitet auf die Hauptattraktion Ozeaniens, das Floatarium (to float bedeutet schweben, schwimmen). Das Floatarium ist ein circa 2,5 auf 2,5 Meter großes Salzwasserbecken. Die Salzkonzentration ist hoch genug, dass man - ähnlich wie im toten Meer - ohne jegliche Bewegung vom Wasser getragen wird. Den Boden, der nur 27 cm unter der Wasseroberfläche ist, berührt man dabei nicht. Wasser- und Lufttemperatur betragen 34,5 Grad, was der Hauttemperatur im entspannten Zustand entspricht. Der Raum ist zudem von Geräuschen abgeschirmt und als Lichtquelle gibt es einen künstlichen Sternenhimmel, den man als geübter "Floater" aber ausschaltet. Für den Körper gibt es somit im Floatarium keine Wärme, keine Kälte, keinen Druck einer Unterlage, keine Geräusche, kein Licht. Es gibt von außen praktisch nichts, auf das er reagieren müsste. Er kann sich also komplett entspannen und auf die internen Regerationsprozesse konzentrieren.

Nach einer schönen, warmen Dusche stieg ich also ins Floatarium, machte die Türe zu und war alleine im angenehm warmen Wasser. Da ich mich im Wasser generell wohl fühle, schaltete ich auch schnell Unterwasser-Musik und Licht aus. Das Liegen im und auf dem Wasser ist herrlich, noch viel schöner als in der Badewanne, wo das Wasser anfangs zu warm ist und dann schnell kalt wird. Ich versuchte zu erahnen wo am Körper der Übergang zwischen Wasser und Luft ist. Außer an den Wangen spürte ich es aber nicht. Ich schwebte einfach irgendwo, wie schwerelos. Zu meiner Verwunderung merkte ich nach einiger Zeit, dass ich meinen Kopf viel zu weit nach oben streckte und damit meinen ohnehin verspannten Nacken noch weiter strapazierte. Also tauchte ich meinen Kopf ein wenig tiefer ins Wasser und versuchte, auch die letzten Muskelanspannungen zu ent-spannen. Das gelang recht gut und so konnte ich ein wenig experimentieren: ich versuchte zu erahnen, wo im Becken ich schwebte. Auch stellte ich mir vor, dass ich mich um meine eigene Achse drehe oder um meinen Schwerpunkt rotiere. Und plötzlich war ich weg, weg in einer traumlosen, ganz tiefen Entspannung. Ohne eine Vorstellung darüber, wie lange ich so tief entspannt war, wurde ich langsam wieder munter, als sanfte Musik an mein Ohr drang.

Wieder beim Duschen empfand ich, dass sich die Haut glatter anfühlte als sonst. Noch etwa eine Woche nach dem Floaten konnte ich übrigens in dieser Hinsicht mit dem glatten Kinderpopo meines Sohnes fast konkurrieren. Anders als nach einer Stunde Schlaf war ich nach dem Floaten und Duschen schnell wieder völlig wach. Allerdings hatte ich in den darauf folgenden Tagen ein erhöhtes Schlafbedürfnis, das vermutlich auf die angeregten Regenerationsprozesse zurückzuführen war.

Fazit: Gerade Menschen, die Wasser mögen, werden das Floating sehr genießen. Womöglich erfordert es anfangs ein wenig Überwindung, sich auf etwas Ungewohntes einzulassen. Wem dies gelingt, für den ist das Floating wahrscheinlich die effektivste Möglichkeit, zu einer sehr tiefen Entspannung zu kommen.

Einige wissenschaftlich belegte Effekte in Kurzform:

Es gibt mittlerweile 50 Jahre Erfahrung und wissenschaftliche Forschung zum Floating. Als Erfinder und Entwickler gilt der bekannte amerikanische Gehirn- und Delphinforscher Prof. Dr. med. John C. Lilly. Er fand heraus, dass die Abschirmung von Außenreizen ("sensorische Deprivation") zu einer Tiefenentspannung führt, die wiederum eine ganze Reihe von positiven Effekten mit sich bringt. Seine und auch andere Studien berichten z.B. von:

 

·   Abbau von Stresshormonen und erhöhte, lang anhaltende Stressresistenz

 

·   Lösung von Muskelverspannungen

 

·   Verbesserung von Hautproblemen

 

·   Natürliche Entschlackung und Gewichtsreduktion

 

·   Steigerung der Konzentrationsfähigkeit und Lernleistung

 

·   Regulierung des Blutdrucks schon nach einer Anwendung spürbar

 

·   Stärkung der Abwehrkräfte und Beschleunigung der Selbstheilungsprozesse
   besonders nach Sportverletzungen, Brüchen, Operationen etc.

 

·   Linderung von Schmerzen bei Bandscheibenvorfällen, Gelenkbeschwerden, Rheuma,
  Zerrungen und Verstauchungen, Ischias, Hexenschuss

 

·   Behebung von Schlafstörungen, Nervosität, Platzangst; Überwindung von Blockaden,
   Ängsten, Depressionen, Traumata möglich

 

·   Unterstützung bei Meditation, Autogenem Training und Superlearning

 

·   Steigerung des Wohlbefindens durch Produktion von Glückshormonen

Das Floating kann ich sehr empfehlen für alle Stressgeplagten, sportlich Aktive, Künstler, Manager, Schwangere und alle, die sich zwischendurch etwas Gutes gönnen wollen. Manche behaupten, eine Stunde Floating sei im Erholungseffekt vergleichbar wie eine Woche Urlaub.

Noch Fragen?
Schreiben Sie mir gerne, wenn Sie noch Fagen haben, z.B. zur Hygiene, zur Erlernbarkeit von Entspannung usw. Ich werde versuchen, Sie zu beantworten oder an Experten weiterzugeben
( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ).
 


Möglichkeiten zu floaten in Ihrer Nähe:

Eine Auswahl von Adressen finden Sie unter LQ-Links


Bildnachweis: A. Dürmaier, Ozeanien GmbH

 

 

Progressive Muskelentspannung

Wenn Sie Ihre Fähigkeit, schnell zu entspannen steigern wollen, empfehle ich Ihnen die Progressive Muskelentspannung nach Edmund Jacobson. Ähnlich wie beim Autogenen Training ist zwar anfangs eine regelmäßige Übung erforderlich; dies fällt aber relativ leicht, da sich schon bald erste Erfolge einstellen.


Übung als Download: ProgressiveMuskelentspannung.pdf

 

 
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