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Floating - eine außerordentliche Möglichkeit der Entspannung

altEs war einer dieser trüben, nasskalten Tage, an denen man am liebsten in den Süden entfliehen will. Da machte ich mich kurz entschlossen auf nach Ozeanien. Ozeanien ist eine Wohlfühloase mit karibischen Ambiente und liegt im Herzen von Holzkirchen, Oberbayern.

Als Vorbehandlung gab es eine 15-minütige, audiovisuelle Entspannungssitzung. In einer bequemen Liege ließ ich mich von angenehmer Musik aus dem Kopfhörer berieseln. Zusätzlich erhielt ich Lichtimpulse aus einer speziellen Brille. Die Kombination von Musik und Lichtreizen beeinflusst die Gehirnströme und führt - wie Untersuchungen belegen - zu einer tiefen Entspannung, Stressreduktion und verbesserter Lernfähigkeit. Während andere mir schon von der wohltuenden Wirkung berichtet hatten, fand ich die Lichtreize anfangs ein wenig unangenehm. Langsam kam ich dann aber mit den Lichtreizen besser zurecht und stellte mir vor, diese Lichtreize würden meine Augen massieren. Auch  wenn diese Vorbehandlung nicht durchgängig ein Genuss war, fühlte ich mich am Ende sehr wohl, in einem positiven wachen Entspannungszustand.

Somit war ich also gut vorbereitet auf die Hauptattraktion Ozeaniens, das Floatarium (to float bedeutet schweben, schwimmen). Das Floatarium ist ein circa 2,5 auf 2,5 Meter großes Salzwasserbecken. Die Salzkonzentration ist hoch genug, dass man - ähnlich wie im toten Meer - ohne jegliche Bewegung vom Wasser getragen wird. Den Boden, der nur 27 cm unter der Wasseroberfläche ist, berührt man dabei nicht. Wasser- und Lufttemperatur betragen 34,5 Grad, was der Hauttemperatur im entspannten Zustand entspricht. Der Raum ist zudem von Geräuschen abgeschirmt und als Lichtquelle gibt es einen künstlichen Sternenhimmel, den man als geübter "Floater" aber ausschaltet. Für den Körper gibt es somit im Floatarium keine Wärme, keine Kälte, keinen Druck einer Unterlage, keine Geräusche, kein Licht. Es gibt von außen praktisch nichts, auf das er reagieren müsste. Er kann sich also komplett entspannen und auf die internen Regerationsprozesse konzentrieren.

Nach einer schönen, warmen Dusche stieg ich also ins Floatarium, machte die Türe zu und war alleine im angenehm warmen Wasser. Da ich mich im Wasser generell wohl fühle, schaltete ich auch schnell Unterwasser-Musik und Licht aus. Das Liegen im und auf dem Wasser ist herrlich, noch viel schöner als in der Badewanne, wo das Wasser anfangs zu warm ist und dann schnell kalt wird. Ich versuchte zu erahnen wo am Körper der Übergang zwischen Wasser und Luft ist. Außer an den Wangen spürte ich es aber nicht. Ich schwebte einfach irgendwo, wie schwerelos. Zu meiner Verwunderung merkte ich nach einiger Zeit, dass ich meinen Kopf viel zu weit nach oben streckte und damit meinen ohnehin verspannten Nacken noch weiter strapazierte. Also tauchte ich meinen Kopf ein wenig tiefer ins Wasser und versuchte, auch die letzten Muskelanspannungen zu ent-spannen. Das gelang recht gut und so konnte ich ein wenig experimentieren: ich versuchte zu erahnen, wo im Becken ich schwebte. Auch stellte ich mir vor, dass ich mich um meine eigene Achse drehe oder um meinen Schwerpunkt rotiere. Und plötzlich war ich weg, weg in einer traumlosen, ganz tiefen Entspannung. Ohne eine Vorstellung darüber, wie lange ich so tief entspannt war, wurde ich langsam wieder munter, als sanfte Musik an mein Ohr drang.

Wieder beim Duschen empfand ich, dass sich die Haut glatter anfühlte als sonst. Noch etwa eine Woche nach dem Floaten konnte ich übrigens in dieser Hinsicht mit dem glatten Kinderpopo meines Sohnes fast konkurrieren. Anders als nach einer Stunde Schlaf war ich nach dem Floaten und Duschen schnell wieder völlig wach. Allerdings hatte ich in den darauf folgenden Tagen ein erhöhtes Schlafbedürfnis, das vermutlich auf die angeregten Regenerationsprozesse zurückzuführen war.

Fazit: Gerade Menschen, die Wasser mögen, werden das Floating sehr genießen. Womöglich erfordert es anfangs ein wenig Überwindung, sich auf etwas Ungewohntes einzulassen. Wem dies gelingt, für den ist das Floating wahrscheinlich die effektivste Möglichkeit, zu einer sehr tiefen Entspannung zu kommen.

Einige wissenschaftlich belegte Effekte in Kurzform:

Es gibt mittlerweile 50 Jahre Erfahrung und wissenschaftliche Forschung zum Floating. Als Erfinder und Entwickler gilt der bekannte amerikanische Gehirn- und Delphinforscher Prof. Dr. med. John C. Lilly. Er fand heraus, dass die Abschirmung von Außenreizen ("sensorische Deprivation") zu einer Tiefenentspannung führt, die wiederum eine ganze Reihe von positiven Effekten mit sich bringt. Seine und auch andere Studien berichten z.B. von:

 

·   Abbau von Stresshormonen und erhöhte, lang anhaltende Stressresistenz

 

·   Lösung von Muskelverspannungen

 

·   Verbesserung von Hautproblemen

 

·   Natürliche Entschlackung und Gewichtsreduktion

 

·   Steigerung der Konzentrationsfähigkeit und Lernleistung

 

·   Regulierung des Blutdrucks schon nach einer Anwendung spürbar

 

·   Stärkung der Abwehrkräfte und Beschleunigung der Selbstheilungsprozesse
   besonders nach Sportverletzungen, Brüchen, Operationen etc.

 

·   Linderung von Schmerzen bei Bandscheibenvorfällen, Gelenkbeschwerden, Rheuma,
  Zerrungen und Verstauchungen, Ischias, Hexenschuss

 

·   Behebung von Schlafstörungen, Nervosität, Platzangst; Überwindung von Blockaden,
   Ängsten, Depressionen, Traumata möglich

 

·   Unterstützung bei Meditation, Autogenem Training und Superlearning

 

·   Steigerung des Wohlbefindens durch Produktion von Glückshormonen

Das Floating kann ich sehr empfehlen für alle Stressgeplagten, sportlich Aktive, Künstler, Manager, Schwangere und alle, die sich zwischendurch etwas Gutes gönnen wollen. Manche behaupten, eine Stunde Floating sei im Erholungseffekt vergleichbar wie eine Woche Urlaub.

Noch Fragen?
Schreiben Sie mir gerne, wenn Sie noch Fagen haben, z.B. zur Hygiene, zur Erlernbarkeit von Entspannung usw. Ich werde versuchen, Sie zu beantworten oder an Experten weiterzugeben
( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ).
 

Bildnachweis: A. Dürmaier, Ozeanien GmbH


 

 

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