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Mediation © goenz / pixelioDie übliche Praxis: Private, berufliche oder geschäftliche Konflikte werden nicht selten über Rechtsanwälte und Gerichte ausgetragen. Oft bedeutet dies, dass die Kampfhähne aufrüsten. Denn naturgemäß haben die Rechtsanwälte die Aufgabe, die Position jeweils ihrer Mandanten klar herauszuarbeiten und das Optimum herauszuholen. Das heißt, jede Seite sucht und findet möglichst viele und schwergewichtige Argumente für sich selbst und gegen die anderen. Auch systembedingt liegt hier also eine klare Tendenz zur Eskalation des Konfliktes.

 

Der bessere Weg ist es, einen neutralen Mediator (lat.: mediator = Mittler) einzuschalten. Seine Aufgabe ist es zu „vermitteln“. Er unterstützt alle beteiligten Parteien, eine angemessene und für alle Seiten zufriedenstellende Lösung zu finden. Unter Anwendung verschiedener Gesprächsführungstechniken leitet er die Gespräche und fördert Zielorientierung und Lösungsfindung.

Der Weg über einen Mediator spart also in aller Regel Zeit, Geld und – was häufig noch wichtiger ist – Nerven.

Hürden in der Praxis: Die Möglichkeit der Mediation ist leider noch nicht so bekannt und so im Bewusstsein wie der übliche „Rechtsweg“. In Bayern gibt es daher seit 2000 ein Gesetz, dass bei zivilrechtlichen Streitigkeiten versucht werden muss, diese durch Schlichter außergerichtlich beizulegen. Aber auch dieses Gesetz hat nicht unbedingt die erwünschte Wirkung. Rechtsanwälte, die Mediation als Dienstleistung anbieten, berichten, dass Mandanten nur selten eine gütliche Einigung wollen und lieber im Streit vor Gericht ziehen.

Aber dies sollte Sie nicht daran hindern, mit gutem Beispiel voran zu gehen.

Anlaufstellen für Mediation finden Sie unter unseren Experten (Mediation)