Smarte Menschen, (c) Fotolia, khc

In Benediktiner-Klöstern gehört das Vorlesen der Benediktsregel zu den täglichen Ritualen. Ziel ist es, sich an wichtige Lebensprinzipien zu erinnern und eine immer bessere Annäherung anzustreben. Solche Praktiken mögen uns widerstreben. Wir hätten lieber die „richtige Pille“ in Form eines Tipps oder Seminars. Und das ein- oder zweimalige Ausprobieren gibt dann Auskunft, ob ein Tipp wirklich ein guter war. Wenn nicht, greifen wir zum nächsten Buch auf der Suche nach neuen Tipps. Wenn Sie diesen Verschleiß an guten, neuen Tipps auch schon eine Weile praktiziert haben, probieren Sie es doch einmal mit einer anderen, altbewährten Methode.

 

Wir passen die Methode aber an: Sie ersetzen nämlich die Kloster-Regeln des Benedikt durch Ihre eigenen – durch Tipps/Regeln, die Sie als hilfreich für sich beurteilen.

Methodisch gehen Sie wie folgt vor:

  1.  Stellen Sie sich Ihre persönlichen Lebensregeln aus folgenden Quellen zusammen:
    • Tipps aus diesem Buch
    • Tipps aus anderen Büchern, aus Seminaren, Zitaten, Kalendersprüchen usw.
    • Formulieren Sie bei Bedarf ganz eigene Regeln, z. B. wann Sie abends die Firma verlassen wollen, wie oft Sie pro Woche Sport treiben oder welche Regeln Sie im zwischenmenschlichen Umgang beherzigen wollen.
  2. Entscheiden Sie, welche Regeln Sie in den nächsten Wochen konsequent umsetzen wollen. Beschränken Sie sich hierbei am besten auf maximal 7 Regeln.
  3. Überlegen Sie sich eine Möglichkeit, wie Sie sich diese Regeln täglich vergegenwärtigen können.