Logo von Smarterlife Link zum SmarterLife-Buch Zur Startseite

Kommunikation

Microexpressions


Unsere Mimik, Teil unserer nonverbalen Kommunikation, ist eine komplexe Angelegenheit. Wir haben 34 Gesichtsmuskeln, die wir nicht nur bewusst, sondern zu einem großen Teil unwillkürlich bewegen. Unsere Mitmenschen können an unserem Gesichtausdruck erkennen, ob wir eine Aussage ehrlich meinen, ob unsere Freude über ein Geschenk wirklich ungetrübt ist oder ob wir voll hinter einer Aussage stehen.

Überlagert wird unser Gesichtsausdruck von "Microexpressions" oder Mikroausdrücke. Diese Muskelzuckungen dauern oft nur eine dreißigstel Sekunde und können in ein freundlich strahlendes Gesicht Spuren von Angst, Trauer oder Wut mischen. Bewusst sichtbar machen kann man diese Ausdrücke nur per Video und Superzeitlupe. Unbewusst merken wir jedoch, ob jemand wirklich authentisch (> Authentizität) ist oder nicht.

Die Konsequenz daraus ist, dass es nur bedingt zum Erfolg führt, an oberflächlichen Verhaltensweisen zu arbeiten. Entscheidend ist die innere Haltung (> Haltung, innere) und die eigene, ehrliche Überzeugung.



 

 

Systemisches Konsensieren - Methode zur Entscheidungsfindung und Konfliktlösung

Viele „Diskussionen“ auf der Suche nach gemeinsamen Lösungen machen dem ursprünglichen Wortsinn alle Ehre. Das Lateinische „discutio“ bedeutet schließlich 1. zertrümmern, zerschlagen, vertreiben, erschüttern, 2. abschütteln, 3. (gerichtlich) prüfen, untersuchen, verhören). Und genauso ist es bei vielen Diskussionen - privat, beruflich und politisch. Mit der Absicht, die eigene Position zu stärken, entfernen sich die Parteien argumentativ immer mehr voneinander. Je länger der (Entscheidungs-)Prozess dauert, desto mehr sind die Beteiligten von Ihrer Position überzeugt und die Kluft zwischen den Lagern wird immer größer. Als kultivierte Demokraten schaffen wir es vielleicht, in Gruppen noch rechtzeitig eine Abstimmung nach dem Mehrheitsprinzip durchzuführen. Im Endeffekt gibt es aber Gewinner und Verlierer. Letztere müssen sich – zumindest vorübergehend – der Mehrheit beugen.

Beim Systemischen Konsensieren entsteht „systembedingt“ eine andere Dynamik. Sie führt zum größtmöglichen Konsens (lat. consentire = übereinstimmen). Dies geschieht dadurch, dass alle Beteiligten über alle Alternativen abstimmen. Hierbei vergeben sie in der Grundvariante der Methode Widerstandswerte von 0 bis 10. Die Zahl 0 bedeutet „ich bin dafür“, die Zahl 10 „ ich bin dagegen“. Die Zwischenwerte werden nach Gefühl gewählt. Wird der Entscheidungsprozess gut moderiert, setzen sich alle Teilnehmer mit dem Für und Wider der einzelnen Alternativen auseinander. In vielen Fällen ergibt sich dadurch schon eine Annäherung. Das Entscheidungsergebnis liefert nicht nur eine Entscheidung. Es wird auch transparent, um wieviel besser die favorisierte Alternative gegenüber den anderen ist. Ebenso kann man sehen, wie hoch der Anteil derer ist, die sich mit 9 oder 10 Punkten vehement gegen die Entscheidung aussprechen. Je nach Situation ist es dann sinnvoll, die Gründe für die Ablehnung noch einmal zu hinterfragen und gemeinsam zu erörtern, wie die Bedenken ausgeräumt werden können.

Fazit: Hier in der abstrakten Beschreibung klingt die Methode schwieriger als sie ist. Tatsächlich ist sie in der Grundvariante aber so einfach, dass sie auch schon im Kindergarten erfolgreich angewandt wurde. Je komplexer die Problemstellung und je mehr sich der Konflikt schon hoch geschaukelt hat, desto sinnvoller ist es, einen erfahrenen Moderator zu Rate zu ziehen.

Unter unseren Experten, finden Sie auch einige, die diese beherrschen und anwenden bzw. lehren (Experten - Konsensieren). 
 

Literaturtipp

 

 

Konstruktive Konfliktlösung

Schwelende Konflikte sind Energieräuber. Sie sollten sie daher möglichst schnell bereinigen.

Stellen Sie sich einmal folgende Situation vor: Sie haben sich mit einem Freund verabredet, um am Abend nach der Arbeit noch eine Runde zu Joggen. Sie stehen am üblichen Ausgangspunkt ihrer Runde, es ist kalt und windig und es fängt an zu nieseln. Ihr Freund lässt aber auf sich warten. Dies ist nicht das erste Mal und je länger Sie dastehen und je mehr Sie anfangen zu frösteln, desto mehr steigt der Ärger in Ihnen auf. Aber es dauert fast eine Viertelstunde, bis Ihr Freund endlich auftaucht. Mit einen lockeren "Oh, sorry, ich bin etwas spät dran" scheint für ihn die Sache erledigt zu sein. Nicht aber für Sie. Über die mangelnde Sensibilität ärgern Sie sich noch zusätzlich.

Den Ärger herunterschlucken wäre genauso falsch wie einen Streit zu provozieren. Wie aber können Sie reagieren?

Sprechen Sie Konflikte frühzeitig an

Grundsätzlich: Wenn Sie zu lange warten, staut sich möglicherweise zu viel Ärger an. Es wird dann schwierig, in Ruhe darüber zu reden. Sprechen Sie im Gespräch über die aktuelle Situation, an die Sie sich noch gut erinnern können.

Eine häufig zitierte Regel ist: Nehmen Sie den Streit niemals mit ins Bett. Versuchen Sie Ärgernisse noch am gleichen Tag zu bereinigen.

Im genannten Beispiel: Wenn Sie zunächst nicht in der Lage sind, schnell zu reagieren, haben Sie spätestens bei der Verabredung des nächsten Lauftreffs eine gute Gelegenheit, das Thema Pünktlichkeit anzusprechen.

Sprechen Sie in Ich-Botschaften

Grundsätzlich: Vermeiden Sie Verallgemeinerungen wie "Du kommst immer zu spät" oder "Du räumst nie auf". Solche Formulierungen werden schnell zu persönlich. Oder Ihr Gesprächspartner kann Sie mit einem Gegenbeispiel sehr leicht aushebeln. Sagen Sie lieber "Ich bin sauer ..." oder "Ich habe ein Problem mit ...". Schildern Sie die Situation so konkret wie möglich.

Im genannten Beispiel: "Ich stand unnötig lange im Regen und habe gefroren".

Bekräftigen Sie den guten und stabilen Teil der Beziehung

Z.B. "Ich schätze unsere Lauftreffs sehr. Daher möchte ich etwas ansprechen, was mich stört und was ich mir künftig anders wünsche."

Hören Sie Ihrem Gesprächspartner aufmerksam zu

Grundsätzlich: Bemühen Sie sich auch, die Situation Ihres Gesprächspartners zu verstehen. Nur dann haben Sie eine Chance, zu erfahren welche Beweggründe er hat oder welchen Zwängen er sich nicht entziehen kann.

Im genannten Beispiel: Wenn sich Ihr Freund z.B. aus Gutmütigkeit nicht rechtzeitig aus einem Gespräch herausziehen konnte, hilft es nicht weiter, wenn Sie ihn dafür "zur Schnecke machen".

Verbale Fehlgriffe möglichst sofort entschuldigen

Schaukelt sich das Gespräch doch zu einem Wortgefecht hoch, ist es leicht möglich, dass man in seiner Wortwahl auch einmal daneben greift. Entschuldigen Sie sich möglichst sofort für Ihre eigenen Fehlgriffe. Legen Sie auf der anderen Seite nicht jedes Wort Ihres Gesprächspartners auf die Goldwaage.

Eine kleine Lösung ist schon ein Gewinn

In ganz vielen Fällen ist es völlig unnötig, den Konflikt haarklein aufzuarbeiten. Wenn alle Seiten an einer guten Beziehung interessiert sind, reicht ein Signal, dass man sich geärgert hat. Es hat auch dann seine Wirkung, wenn der Gesprächspartner zunächst versucht, die Situation herunterzuspielen oder anderweitig unbeholfen reagiert.

Zielorientierung

Auch beim Streiten ist das Ziel wichtig: Es geht nicht darum, den Gesprächspartner an die Wand zu stellen und ihm alle Schwächen vorzuhalten. Es geht auch selten darum, genau zu klären warum, wie, was geschehen ist. Entscheidend ist, dass Sie gemeinsam eine Regelung finden, wie Sie künftig verfahren wollen.

Ich wünsche Ihnen viel Fingerspitzengefühl beim nächsten Konflikt.

 

Mediation - die Chance zur fairen Lösung

MediationDie übliche Praxis: Private, berufliche oder geschäftliche Konflikte werden nicht selten über Rechtsanwälte und Gerichte ausgetragen. Oft bedeutet dies, dass die Kampfhähne aufrüsten. Denn naturgemäß haben die Rechtsanwälte die Aufgabe, die Position jeweils ihrer Mandanten klar herauszuarbeiten und das Optimum herauszuholen. Das heißt, jede Seite sucht und findet möglichst viele und schwergewichtige Argumente für sich selbst und gegen die anderen. Auch systembedingt liegt hier also eine klare Tendenz zur Eskalation des Konfliktes.

Der bessere Weg ist es, einen neutralen Mediator (lat.: mediator = Mittler) einzuschalten. Seine Aufgabe ist es zu „vermitteln“. Er unterstützt alle beteiligten Parteien, eine angemessene und für alle Seiten zufriedenstellende Lösung zu finden. Unter Anwendung verschiedener Gesprächs-führungstechniken leitet er die Gespräche und fördert Zielorientierung und Lösungsfindung.

Der Weg über einen Mediator spart also in aller Regel Zeit, Geld und – was häufig noch wichtiger ist – Nerven.

Hürden in der Praxis: Die Möglichkeit der Mediation ist leider noch nicht so bekannt und so im Bewusstsein wie der übliche „Rechtsweg“. In Bayern gibt es daher seit 2000 ein Gesetz, dass bei zivilrechtlichen Streitigkeiten versucht werden muss, diese durch Schlichter außergerichtlich beizulegen. Aber auch dieses Gesetz hat nicht unbedingt die erwünschte Wirkung. Rechtsanwälte, die Mediation als Dienstleistung anbieten, berichten, dass Mandanten nur selten eine gütliche Einigung wollen und lieber im Streit vor Gericht ziehen.

Aber dies sollte Sie nicht daran hindern, mit gutem Beispiel voran zu gehen.

Anlaufstellen für Mediation finden Sie unter unseren Experten (Mediation)

Foto: © goenz / www.pixelio.de

 

Gewaltfreie Kommunikation (GFK)

Gewaltfreie Kommunikation (GFK) vermittelt u.a.

  •    Verständnis dafür, dass alles was jemand sagt oder tut  ein Versuch ist 
       sich Bedürfnisse zu erfüllen
  •    Kooperation statt Konkurrenz
  •    Schuld/Scham/Aggression aufzulösen
  •    Ärger und Frustration umzuwandeln in bereichernde Gefühle
  •    Lösungen zu finden, die auf gegenseitiger Rücksichtnahme, Respekt 
       und Konsens basieren
  •    Beziehungen zu gestalten in Übereinstimmung mit den eigenen Werten


Gewaltfreie Kommunikation

  •    ist eine Art des Umgangs miteinander, die den Kommunikationsfluss
       erleichtert, der im Austausch von Informationen und im friedlichen Lösen 
       von Konflikten notwendig ist. Der Fokus liegt dabei auf den Werten und
       Bedürfnissen, die alle Menschen gemeinsam haben. Wir werden zu einem
       Sprachgebrauch angeregt, der Wohlwollen verstärkt.
  •    geht davon aus, dass der befriedigendste Grund zu Handeln darin liegt, 
       das Leben zu bereichern. 
  •    ist mehr als nur eine erfolgreiche Gesprächsstrategie. Sie ist eine
       Lebenshaltung, die zunehmend Situationen zu schaffen vermag, in denen 
       alle Beteiligten etwas gewinnen.


Gewaltfreie Kommunikation ist eine von Marshall B. Rosenberg (*1934) entwickelte Form des Umgangs miteinander. Aufgewachsen in Detroit / Michigan beschäftigten ihn zwei Fragen:

• Was motiviert Menschen zu körperlicher und verbaler Gewalt?
• Wie schaffen es Menschen unter widrigsten Umständen friedvoll zu bleiben?

Es liegt an der Art, wie wir Denken, Reden und Handeln.

 

Die vier Schritte in der GFK unterstützen uns in einem empathischen Miteinander:

1. Beobachtung
   Was sehen Sie, hören Sie, was können  Sie  beobachten ?

2. Gefühl
   Welches Gefühl löst diese Beobachtung bei Ihnen aus?

3. Bedürfnis
    Welches Bedürfnis ist angesprochen?

4. Bitte
   Was kann die andere Person tun, worum möchten Sie bitten?

 
 

 Weitere Infos siehe  www.cnvc.org, www.gewaltfrei.de, www.mediation-gap.de

 

 

 

COMMUNITY LOGIN

alt

 

alt

Anmeldung zum Newsletter

 
Letzter Monat Februar 2012 Nächster Monat
Mo Di Mi Do Fr Sa So
week 5 1 2 3 4 5
week 6 6 7 8 9 10 11 12
week 7 13 14 15 16 17 18 19
week 8 20 21 22 23 24 25 26
week 9 27 28 29
Wer ist online
Wir haben 344 Gäste und 2 Benutzer online
smarterlife.de - News
News von SmarterLife: http://www.smarterlife.de/
  • Spruch der Woche (KW 05)
    Es gibt drei Möglichkeiten, Weisheit zu erlagen: Erstens durch Nachdenken; dies ist die edelste. Zweitens durch Erfahrung; dies ist die bitterste. Und drittens durch Nachahmung; dies ist die einfachste. Konfuzius
  • Stress und Burnout ade
    Neue Artikelserie zum Thema Stress und wie Sie mit ihm umgehen.
  • Dehnen hilft bei Tennisarm
    Einen wertvollen Link haben wir von einem Leser unserer smarterlife-Plattform erhalten: Die erfolgreichste Heilmethode zur Selbstbehandlung von Tennis- und Golferarm wird anschaulich auf folgender Website dargestellt.
  • Jetzt RSS-Feeds von SmarterLife
    Künftig gibt es an dieser Stelle Neuigkeiten von SmarterLife und interessante Informationen, die wir aus dem WEB gefischt haben.
  • Blind und trotzdem ein Visionär - Paralympic-Sieger kämpft gegen Armut
    Henry Wanyoike, mehrfacher Olympiasieger und Weltrekordhalter – wird insbesondere aufgrund seines sozialen Engagements Ehrenmitglied von SmarterLife