Die Kardinalfehler - So versagen Sie garantiert:
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zu viele Pläne, Vorhaben und Vorsätze auf einmal
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unklare Zielvorstellungen
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zu wenig System in der Umsetzung
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zu schnelles Aufgeben
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Verantwortung auf andere / höhere Gewalten schieben
Die genannten Punkte sind nach meiner Erfahrung die Hauptverursacher dafür, dass Vorhaben scheitern. Eher selten sind wirklich höhere Gewalten (das Umfeld, die persönliche Situation, Krankheit usw.) verantwortlich zu machen.
Tipps für das Neue Jahr - So werden Vorsätze zur Realität:
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Starten Sie mit einem kurzen Blick zurück: Was ist im letzten Jahr nicht gelungen, was lief gut? Denken Sie an Entscheidungen, die Umsetzung von Vorsätzen, Projekten, Aufgaben. Vielleicht haben Sie hierzu einiges in Ihrem Lerntagebuch notiert. Welche Erfahrungen können Sie daraus ableiten? Wer oder was hat Sie daran gehindert, Ihre Ziele zu erreichen? Was machen Sie künftig anders, was hat sich bewährt?
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Legen Sie sich eine Liste Ihrer größten Erfolge an: Eine derartige Liste kann Sie immer wieder motivieren, wenn es einmal nicht so läuft oder Sie mit einem Rückschlag fertig werden müssen. Außerdem lassen sich daraus eventuell Tätigkeitsfelder ableiten, die Ihnen besonders liegen.
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Ziele für das kommende Jahr: Worauf möchten Sie in den nächsten 12 Monaten Ihre Schwerpunkte setzen? Welche 2 bis 3 Projekte haben für Sie die höchste Priorität? Haben Sie ein Motto oder Hauptziel für dieses Jahr? Notieren Sie die wichtigsten Punkte am besten schriftlich (Informationen zur Zielformulierung siehe EduLetter Nr. 13 ff.).
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Checkliste Jahreswechsel: Zum Jahreswechsel stehen normalerweise eine ganze Reihe von Tätigkeiten an. Jahresrückblick, Jahresabschluss, Zielplanung, alte Ziel- und Zeitpläne archivieren usw. Erstellen oder aktualisieren Sie Ihre persönliche Liste und vermerken Sie, bis wann Sie was erledigt haben wollen. Als Hilfsmittel eignen sich hierfür beispielsweise Aktionspläne oder entsprechende Einträge im elektronischen Organizer bzw. im Super-Buch (vgl. hierzu auch EduLetter Nr. 36 f.).
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Planung von Fix- und Kontrollterminen: Schließlich sollten Sie noch die wichtigen Termine in Ihren Jahreskalender eintragen (Geburtstage, Jubiläen, Urlaub usw.). Legen Sie auch fest, wann Sie eine Zwischenkontrolle vornehmen um Ihre Zielerreichung zu überprüfen.
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Verantwortung übernehmen: Wer ist die Person, die das größte Interesse an Ihrem Wohlergehen hat? Das sind natürlich Sie selbst. Tragen Sie also den Part bei, den Sie beitragen können. Den Rest erledigt dann das Glück der Tüchtigen.
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Gemeinsamkeiten pflegen: Im Team erreicht man vieles leichter. Überlegen Sie daher. Welche Mitstreiter haben gleiche Interessen? Wie können Sie sich gegenseitig ergänzen? Wie können Sie sich gegenseitig unterstützen?
In genannten Tipps werden EduLetter-Ausgaben angesprochen, die Sie möglicherweise noch nicht oder nicht mehr haben. Melden Sie sich bitte, wenn Sie dringenden Bedarf haben. Wir können Ihnen die Informationen dann gesondert zuschicken. Wenn Sie den kostenlosen EduLetter noch nicht kennen, können Sie sich über den folgenden Link anmelden.
Eine sehr gute Hilfe, Ziele konsequent zu verfolgen und schließlich auch zu erreichen, ist das ZiPlAkKo-Prinzip *).
Zi (Ziele): Definieren Sie Ihre Ziele und formulieren Sie sie schriftlich (siehe auch Newsletter Nr. 15).
Pl (Planen): Planen Sie gegebenenfalls kleine, überschaubare Zwischenetappen. Dadurch erzielen Sie Zwischenerfolge, die Sie für den weiteren Weg beflügeln.
Ak (Aktion): Arbeiten Sie an der Realisierung wichtiger Ziele regelmäßig und in möglichst kurzen Abständen.
Ko (Kontrolle): Kontrollieren Sie den Erfolg und arbeiten Sie so lange an Ihrem Problemlösungsansatz, bis das Ziel erreicht ist. Nehmen Sie sich am besten regelmäßig Zeit zur Reflexion. Achtung, bei Misserfolg Strategiewechsel: Wenn die Umsetzung einer Strategie nicht den gewünschten Erfolg hat, liegt dies häufig nicht am Willen und an der Energie, die man eingesetzt hat. Eine größere Menge von der gleichen, untauglichen Medizin hilft selten weiter. Überdenken Sie lieber Ihre Methoden und Strategien.
So! Damit kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen, oder? Wenn Sie Fragen oder Bedenken haben, sollten Sie unsere Redaktionssprechstunde nutzen.
Im EduLetter Nr. 14 habe ich zwei Studien zitiert, die belegen, welchen Effekt klare Zielvorstellungen haben. Eine erhebliche Bedeutung wird dabei im allgemeinen der schriftlichen Fixierung beigemessen. Die Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Ziel ist dadurch intensiver und es ist auch leichter, das Ziel einer kritischen Prüfung zu unterziehen.
Probieren Sie es doch einmal aus. Notieren Sie Ihr aktuell wichtigstes Ziel in einem vollständigen Satz und überprüfen Sie anschließend, ob die gewählte Formulierung den nötigen Anforderungen entspricht.
Kurzcheck anhand der 3-M-Methode:
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M wie machbar: Ist das gewählte Ziel realistisch? Können Sie es mit eigenen Mitteln erreichen?
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M wie messbar: Leicht messbar sind alle Dinge, die sich in Zahlen ausdrücken lassen (z.B. Körpergewicht, Monatseinkommen, Häufigkeit von Sport oder fernsehfreien Abenden, Anzahl der unbearbeiteten E-Mails usw.). Aber auch, wenn die "Messung" nicht so einfach ist, sollten Sie überlegen, woran Sie eindeutig erkennen, wenn Sie Fortschritte gemacht bzw. ein Ziel erreicht haben.
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M wie motivierend: Wenn Sie sich ein Ziel konkret vorstellen können, ist es auch möglich, dass Sie gedanklich den Zustand vorweg nehmen, wie es sein wird, wenn Sie das Ziel erreicht haben. Diese Gedanken sollten Sie emotional auf Trab bringen. Wenn Sie dagegen eher ein "ja wäre ganz nett, aber im Grunde bringt es nicht viel" verspüren, ist es sehr fraglich, ob Sie die nötige Energie haben, das Ziel entschlossen umzusetzen. Motivierender sind normalerweise auch positive Formulierungen, das heißt, schreiben Sie möglichst nicht das, was Sie vermeiden, sondern das, was Sie erreichen wollen.
Beispiele für wohlformulierte Ziele:
Beispiel 1: Ich werde zum 01.03.2014 in meine neue 3-Zimmer-Wohnung am Stadtrand ziehen.
Beispiel 2: Ich werde spätestens am 31.03.2012 eine Zusatzausbildung als ... abschließen.
Beispiel 3: Ich erstelle bis Ende des Jahres eine neue Ablagestruktur, die gewährleistet, dass ich jedes Schriftstück innerhalb von 30 Sekunden finde.
Probieren Sie einmal, Ihre wichtigsten Ziele auszuformulieren. Sie werden feststellen, dass es gar nicht so einfach ist. Manchmal passiert es auch, dass sich beim Ringen um eine konkrete Formulierung herauskristallisiert, dass es im Grunde um etwas ganz anderes geht als das, was man als Ziel angesehen hat.
Viel Spaß beim Formulieren und viele neue Erkenntnisse wünscht Ihnen
Ihr Josef Maiwald
Vermutlich haben Sie für die nächsten Monate schon einige Vorhaben und Ziele. Ihre Überlegungen hierzu können Sie systematisieren, indem Sie Sie überlegen, welche Lebensrollen Sie bekleiden und welche Zielvorstellungen Sie damit verbinden.
Lebensrollen:
Anstatt Lebensrollen sagen manche auch Lebenshüte oder Lebensbereiche. Gemeint sind damit Bereiche, die Sie gedanklich voneinander trennen und in denen Sie unterschiedlich agieren. Ihren Eltern gegenüber (Rolle Kind) verhalten Sie sich vermutlich etwas anders als im Beruf.
Im Zusammenhang mit Zielen sind nicht alle Rollen relevant, sondern nur die, die Sie aktiv gestalten wollen. Einige Beispiele hierfür sind:
- Arbeitnehmer/in oder freie/r UnternehmerIn
- Partner/in
- Vater/Mutter
- Funktionsträger in einem Verein, in einer Partei oder einer anderen Gruppierung
- Ihr persönlicher Fitness- und Gesundheitsmanager
Die meisten Menschen nehmen mindestens 3 bis 4 solcher Rollen ein, viele können aber auch 7 und mehr Rollen voneinander abgrenzen. Einerseits ist es sehr schön, ein buntes und facettenreiches Leben zu haben. Mit zunehmender Anzahl von Lebensrollen wächst aber auch die Gefahr der Verzettelung. Und es können Interessenkonflikte zwischen den einzelnen Rollen auftreten. Bringen Sie daher die Ihre Rollen in eine Reihenfolge, die Ihrer persönlichen Gewichtung entspricht.
Zielvorstellungen:
Wie soll Ihr Leben in 5 oder 10 Jahren aussehen? Machen Sie sich ruhig einmal die Mühe und malen Sie sich die Zukunft aus, wie sie sein soll. Sie können dies entspannt auf einem Sofa liegend machen, indem Sie sich auf eine kleine Phantasiereise begeben. Oder Sie geben sich einfach eine Weile einem Tagtraum hin. Denken Sie dabei an jede Lebensrolle. Sie werden möglicherweise feststellen, dass sich die Wichtigkeit der einzelnen Rollen in Zukunft verschieben wird.
In jedem Falle sollten Sie den Inhalt Ihrer Vorstellungen schriftlich festhalten. Fixieren Sie Ihre Gedanken in der Gegenwart. Zum Beispiel: "Wir schreiben das Jahr 2014, ich bin ... Jahre alt. Ich lebe zusammen mit ... in ... usw.".
Leiten Sie nun ab, was dies für Ihre Ziele 2011 bedeutet. Welche Weichen möchten Sie in diesem Jahr stellen? Was möchten Sie bis Ende des Jahres gelernt oder erledigt haben? Auf welche (Teil-) Erfolge möchten Sie zurückblicken?
Morgen gehen wir darauf ein, wie Sie daraus realistische und motivierende Ziele formulieren können.
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